Cannabis als Medizin

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Ist Cannabis als Medizin geeignet? Wir klären über Anwendung und Wirkung auf

Es gibt nur wenige Themen, die stärkere Emotionen bei Ärzten, Wissenschaftlern, Forschern, Politikern und der Öffentlichkeit wecken als “Cannabis als Medizin”.  Immer wieder wird sehr kontrovers diskutiert.

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Cannabis – das muss man wissen

Cannabis kommt aus dem Lateinischen und steht für Hanfpflanze. Dabei können zwei Hauptarten unterschieden werden:

  • Cannabis sativa und
  • Cannabis indica

Schon seit vielen Jahrhunderten wird der Hanf als Nutz- und Heilpflanze genutzt. Dabei sind unseren Vorfahren nicht nur der medizinischen Vorteile aufgefallen. Auch die beruhigende und psychoaktive Wirkung von THC (eines der Wirkstoffe in den Hanfpflanze) ist seit vielen Jahren bekannt. Diese chemische Verbindung ist jedoch nur eine von vielen und nicht in allen Hanfpflanzen enthalten. Insgesamt kommen mehr als 100 sogenannte Cannabinoide in der Pflanze vor.  Seit einigen Jahren wurde der Hanf für medizinische Zwecke wiederentdeckt und erlebt einen regelrechten Boom.

Welche Wirkstoffe werden in der Medizin genutzt?

Cannabinoide erfreuen sich bei der Behandlung von diversen Beschwerden immer größerer Beliebtheit. Von den rund 100 chemischen Verbindungen werden jedoch nur einige wenige genutzt. Die heute in der Medizin oft verwendeten Hauptwirkstoffe sind

  • Cannabidiol (CBD), nicht psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf (Cannabis)
  • THC (Tetrahydrocannabinol), natürlicher, berauschender Wirkstoff der Hanfpflanze
  • Dronabinol, teilsynthetisches Derivat des THC für medizinische Zwecke
  • Nabilon, vollsynthetisches Derivat des THC für medizinische Zwecke, das bereits 1975 patentiert wurde.

Wir wollen wissen, bei welchen Symptomen die oben genannten Stoffe helfen können.

wirkstoffe in der medizin

Aktuelle Studienlage: Bei welchen Krankheiten und Symptomen kann Cannabis helfen?

Die Forschung beschäftigt sich immer mehr mit dem Thema Cannabis in der Medizin. Mittlerweile ist eine Ansammlung von Studien entstanden, die wir für Dich zusammengefasst haben. Zusammengefasst kann man sagen, dass Cannabinoide bei vielen Krankheitsbildern eine lindernde Wirkung entfalten können. 1)Studien und Fallberichte International Association for Cannabinoid Medicines, abgerufen am 28.11.2019 Insbesondere bei Schmerzen zeigt die Forschung positive Ergebnisse. Welche Inhaltsstoffe bei welcher Krankheit Linderung bringen können haben wir in den folgenden abschnitten zusammengefasst.

Migräne, chronische Schmerzen und mehr

Studien aus den Jahren 2015/2016 berichten von sehr positiven Ergebnisse und schmerzlindernden Effekten durch Cannabinoide bei chronischen Schmerzen, Neuropathie (Nervenschmerzen) 2)Medical Marijuana for Treatment of Chronic Pain and Other Medical and Psychiatric Problems: A Clinical Review JAMA. 2015 Jun 23-30;313(24):2474-83. doi: 10.1001/jama.2015.6199. Review. und Krebsschmerzen.

Bei der Krebstherapie wurde sogar die Möglichkeit einer drastischen Reduzierung (um 64%) beim Opioideinsatz gezeigt. Die Patienten berichteten von einer verbesserten Lebensqualität und weniger Nebenwirkungen. 3)Kevin F. Boehnke, Evangelos Litinas, Daniel J. Clauw, Medical Cannabis Use Is Associated With Decreased Opiate Medication Use in a Retrospective Cross-Sectional Survey of Patients With Chronic Pain, 2016 Eine weitere Forschungsreihe mit etwa 17.000 Krebspatienten erfuhren 70 Prozent eine Verbesserung der Schmerzen und des allgemeinen Wohlbefindens nach dem Konsum von Marihuana. Auch bei mit chronischer Migräne ließ sich eine Verringerung der Migräneschüben feststellen. Insbesondere scheint CBD gegen Schmerzen das richtige Mittel der Wahl zu sein.

Krämpfe und Spastiken im Zusammenhang mit Multipler Sklerose (MS)

In einer Studie aus dem Jahr 2012 4)Multiple sclerosis and extract of cannabis: results of the MUSEC trial. Zajicek JP, Hobart JC, Slade A, Barnes D, Mattison PG; MUSEC Research Group (2012 Jul 12) fanden Forscher heraus, dass Cannabis zu einem Rückgang der Spastiken um ein Drittel bei MS-Patienten führte.

Neben der erweiterten Bewegungsfreiheit reduzierte sich auch die Schmerzwahrnehmung des Patienten um 50% – weitaus mehr als bei jedem anderen Medikament.  Auch Internetforen sind überfüllt mit positiven Erfahrungsberichten. Es scheint so, als ob CBD bei der Linderung von Krämpfen und Spastiken helfen könnte.

Epilepsie

Inzwischen existieren bereits gereinigte Cannabidiole, zum Beispiel Epidiolex, die speziell für Epilepsie angewendet werden können. Diese zeigten auch sehr gute Resultate bei Kindern mit medikamentenresistenten Epilepsien in den USA. Seine Sicherheit wurde in klinischen Studien bestätigt. Neurologen und Patientenorganisationen hoffen, damit nicht nur das Dravet-Syndrom (schwere frühkindliche myoklonische Epilepsie), sondern auch andere damit verbundene Epilepsien und Syndrome behandeln.

Viele Laborstudien über mehrere Jahre deuten darauf hin, dass CBD hier sehr gut wirken kann. 5)Orrin Devinsky et al. Effect of Cannabidiol on Drop Seizures in the Lennox–Gastaut Syndrome, 2018) Auch die amerikanische Epilepsy Foundation hat im Jahr 2018 eine Empfehlung für CBD als Mittel zur Behandlung von Symptomen bei Epilepsie aussprechen lassen. 6)Quelle

Depressionen und Angst

Forschungsergebnisse sprechen insbesondere CBD die Fähigkeit zu Angst zu lindern.  Wissenschaftler untersuchten die Wirksamkeit von Cannabis bei der Linderung von Symptomen von Depressionen, Angst und Stress – ein Problem für immer mehr Menschen weltweit. So wurden im Jahr 2011 Menschen mit sozialen Phobien erfolgreich mit CBD behandelt. 7)Bergamaschi et al., Cannabidiol Reduces the Anxiety Induced by Simulated Public Speaking in Treatment-Naïve Social Phobia Patients. Neuropsychopharmacology, 2011

Die Forscher untersuchten die wahrgenommenen Ängste und Stress und stellten fest, dass die Einnahme von CBD hilfreich ist. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2013 führte zu ähnlichen Ergebnissen. 8)Cannabidiol enhances consolidation of explicit fear extinction in humans. Psychopharmacology (Berl). Das RK, Kamboj SK, Ramadas M, Yogan K, Gupta V, Redman E, Curran HV, Morgan CJ. 2013;226(4):781-92.

cannabis bei angst

Fibromyalgie und Arthritis

Menschen mit Fibromyalgie leiden oft unter Kopfschmerzen und Übelkeit. Hier scheint die Datenlage ambivalent. Einerseits haben mehrere Studien gezeigt, dass die aus dem Hanf gewonnenen Wirkstoffe diese Symptome lindern können. Andererseits ergab eine Überprüfung im Jahr 2016, dass zu wenig Beweise verfügbar waren, um auf Hanf basierte Behandlungen zur Linderung von Symptomen bei Menschen mit rheumatischen Erkrankungen wie Fibromyalgie zu empfehlen.

Es bleibt also aus Sicht der Forschung offen, wie sich Cannabis auf Fibromyalgie genau auswirkt. Gemäß Nutzererfahrungen hat CBD bei Fibromyalgie gegen chronische Schmerzen gut geholfen. Dennoch empfehlen wir Informationen immer kritisch zu begegnen, auch wenn sie aus einer vermeintlich vertrauenswürdigen Quelle stammen.  Daher unser Rat: stimme Dich mit deinem Arzt ab und probiere es aus.

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Die aktuelle Studienlage ist im Fall ADHS leider nicht umfangreich. Unsere Recherche hat uns zu diversen Online-Gesundheitsforen geführt, die mit Kommentaren über die positiven Wirkungen von CBD im Zusammenhang mit ADHS gefüllt sind.

Inwieweit man diesen Aussagen Glauben schenken darf, ist noch nicht hundertprozentig sicher. Schließlich wurden auf diesem Gebiet bislang zu wenige klinische Studien durchgeführt.  Wer offen ist, kann es für sich selbst ausprobieren. Über Rückmeldungen und Erfahrungswerte sind wir sehr dankbar.

Appetitsteigerung

Mit einem neuen Verfahren, bei dem Laborratten Cannabisdampf einatmeten, fanden die Forscher heraus, wie das Medikament die Hungerhormone auslöst. Dies kann zu komplett neuen Behandlungsmethoden gegen Appetitlosigkeit bei chronischen Krankheiten genutzt werden. 9)Society for the Study of Ingestive Behavior. „How cannabis affects appetite: Brain changes.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 17 July 2018.

Zwei weitere Studien legen eine Steigerung des Appetits bei Krebspatienten nach dem Konsum von Dronabinol nahe. 10)Dronabinol enhancement of appetite in cancer patients. Wadleigh R, Spaulding GM, Lumbersky B, Zimmer M, Shepard K, Plasse T. , Proc Am Soc Oncology 1990; 9: 331. 11)M.D.Russell Noyes Jr. Delta-9-tetrahydro­cannabi­nol as an effective antidepressant and appetite-stimulating agent in ad­vanced cancer pa­tients., 1976 Zu ähnlichen Schlussfolgerungen ist auch eine Studien bei HIV-Patienten gekommen. 12)Dronabinol stimulates appetite and causes weight gain in HIV patients. Plasse T, Conant M, Gorter R, Shepard KV. International Conference on AIDS 1992;8(3):122 (abstract no. PuB 7442). Neben den klinischen Studien fanden wir auch äußerst positive Erfahrungswerte in diversen Foren. Rundum also ein dickes Plus für Cannabis-haltige Produkte bei diesem Krankheitsbild!

Schlafstörungen (Syn. Agrypnie, Insomnie und Hyposomnie)

Schlafstörungen sind eine Volkskrankheit und könne auf verschiedenste Faktoren zurückzuführen sein. Insbesondere Angst und Schmerzen stören die nächtliche Ruhe.  Wie weiter oben angeführt, kann insbesondere CBD zu einer Linderung der Folgen von Panikattacken und chronischen Leiden sein. Kein Wunder, dass die Nachfrage in den letzten Jahren nach CBD gestiegen ist.

Viele Menschen in der medizinischen Marihuana-Gemeinschaft beziehen sich demnach auf Cannabis als eine effektive Behandlung, mit wenig bis keinen Nebenwirkungen. Ob du eine Schlafstörung hast oder nach einem stressigen Tag Schwierigkeiten beim Schlafen hast, Cannabis könnte eine gute Wahl für dich sein. Insbesondere die schmerzstillenden Eigenschaften von Marihuana könnten eine gewisse Linderung für Menschen mit chronisch wenig Schlaf bringen sowie den gestressten Körper und Geist beruhigen.

Demenz und Alzheimer

In unserer Recherche konnten wir keine Forschungsstudien finden, die eindeutig beweisen, dass Cannabis oder Produkte wie Cannabis-Öl Demenz stoppen, verlangsamen, umkehren oder verhindern können. Einige Studien deuten jedoch darauf hin, dass Cannabis helfen könnte, einige Verhaltenssymptome von Demenz zu bewältigen, wie z.B. Aggression.13)Dronabinol for the treatment of agitation and aggressive behavior in acutely hospitalized severely demented patients with noncognitive behavioral symptoms. Woodward MR, Harper DG, Stolyar A, Forester BP, Ellison JM. Am J Geriatr Psychiatry. 2014;22(4):415-9 Es bedarf weiterer Forschungsarbeit, um die langfristigen Auswirkungen der Einnahme von Cannabis im Hinblick auf Alzheimer und Demenz zu verstehen und festzustellen, ob es ein wirksamer und sicherer Weg ist, um Demenzerscheinungen zu bekämpfen.

Wenn du Fragen oder Bedenken zum Cannabiskonsum und dem Risiko von Demenz oder anderen Hirnerkrankungen hast, sprich bitte mit deinem Hausarzt.

Glaukom – grüner Star

Die Studienlage bei der Behandlung von grünem Star mit Cannabis legt die Vermutung nahe, dass Hanfprodukte keine Verbesserung versprechen. So empfiehlt die amerikanische Akademie für Ophthalmologie (Augenheilkunde) kein Marihuana oder andere Cannabisprodukte zur Behandlung des Glaukoms.

Cannabis und (…) CBD sind keine adäquate Behandlung für Glaukome oder andere Augenerkrankungen. Um das Glaukom zu behandeln, muss der Augendruck 24 Stunden am Tag kontrolliert werden. Marihuana ist keine praktische Behandlung für den Dauereinsatz. (…) es bedarf noch weiterere Forschung über die genauen Auswirkungen von Cannabis und Cannabisverbindungen auf den Augendruck und grünen Star.14)Does Marijuana Help Treat Glaucoma or Other Eye Conditions? David Turbert, Dan Gudgel, Reviewed By: Andrew George Iwach, MD (Jun. 17, 2019)

Morbus Crohn

Ein Forscherteam wurde auf positive Erfahrungen von Morbus Crohn Patienten mit Cannabis aufmerksam gemacht. Sie entschieden sich dazu eine Studie durchzuführen und kamen 2013 zu folgendem Ergebnis:  “Personen, die rauchend THC inhalierten, berichteten von einem verbesserten Appetit und Schlaf, ohne nennenswerte Nebenwirkungen.” 15)Cannabis induces a clinical response in patients with Crohn’s disease: a prospective placebo-controlled study. Naftali T, Bar-Lev Schleider L, Dotan I, Lansky EP, Sklerovsky Benjaminov F, Konikoff FM. Clin Gastroenterol Hepatol. 2013;11(10):1276-1280. Aufgrund der kleinen Gruppe von Probanden empfehlen die Forscher jedoch weitere Studien mit größeren Patientengruppen und einer alternativen Aufnahme des Wirkstoffes.

Übelkeit

Die neueste Studie im deutschsprachigen Raum (CaPRiS-Studie 2017), für die mehr als 2.000 Studien ausgewertet wurden, kommt hinsichtlich der Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Cannabisarzneimitteln zu dem Ergebnis, dass diese gegen Übelkeit und Erbrechen helfen können.

Hier ist das Studienergebnis im Wortlaut: „Im Bereich der medizinischen Anwendung von pflanzlichen, synthetischen und teilsynthetischen Cannabinoiden wurde ein Nutzen bei der Indikation „Übelkeit und Erbrechen bzw. Appetitstimulation“ bei Menschen mit chemotherapeutisch behandelter Krebserkrankung und HIV/AIDS gefunden. Bei „chronischen Schmerzen“ liegen überwiegend Belege für eine leichte Schmerzreduktion und verschiedene Verbesserungen in Sekundärmaßen im Vergleich zum Placebo vor. (…) Inkonsistente Ergebnisse bei meist unzureichender Studienlage liegen im Bereich der gastrointestinalen, neuroinflammatorischen, neurologischen und psychischen Erkrankungen vor. (…)“ 16)Cannabis: Potential und Risiken. Eine wissenschaftliche Analyse (CaPRis) Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, LMU München, PD Dr. Eva Hoch, PD Dr. Miriam Schneider, Dr. Chris Maria Friemel, Dr. Rupert von Keller, BA Johannes Kabisch, 2017

Zwischenfazit zu Cannabis als Medikament

Die oben erwähnten Studien legen die erfreuliche Vermutung nahe, dass die Einnahme von Cannabis bei manchen Krankheiten zu Linderung von Symptomen führen kann.

Wo ist Cannabis als Medizin legal?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir CBD und THC voneinander unterscheiden.  CBD kann in Deutschland, Österreich und der Schweiz rezeptfrei erworben werden.  Die Rechtslage in Deutschland hat sich in Bezug auf das psychoaktive THC in den letzten Jahren sukzessive verändert. Seit März 2017 können Ärzte cannabishaltige Arzneimittel für Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung verschreiben.

Für GKV-Versicherte besteht somit ein gesetzlicher Anspruch. 17)Deutsche Bundesärztekammer: FAQ Liste zum Einsatz von Cannabis in der Medizin, abgerufen am 29.11.2019 Offen bleibt die Frage welche Erkrankungen als schwerwiegend eingestuft werden.

Dahingehend warten wir noch auf die ersten gerichtlichen Urteile. Trotzdem legen andere Gesetzestexte den Schluss nahe, dass eine schwerwiegende Krankheit dann vorliegt, wenn sie lebensbedrohlich oder aufgrund der Schwere die Lebensqualität auf Dauer nachhaltig beeinträchtigt ist. Wer unsicher ist fragt am besten seinen Hausarzt, der über die aktuelle Gesetzeslage Bescheid wissen sollte.

cannabis legal

Was brauche ich für ein Rezept?

Für den Erhalt eines Rezepts durch einen Arzt für bereits zugelassene Produkte mit THC ist keine vorherige Genehmigung von der Krankenkasse erforderlich. Wird ein Arzneimittel jedoch außerhalb des durch die Arzneimittelbehörden zugelassenen Gebrauchs verordnet, bedarf es eines formlosen Antrags bei der jeweiligen Versicherung.  Wie hoch ist die richtige Dosis von Cannabis?

Hier lässt sich keine allgemeingültige Aussage treffen, da dies von dem jeweiligen Produkt, dem Patient und dem Krankheitsbild abhängt. Auch die Nutzungshäufigkeit kann von ein- bis mehrmals täglich unterschiedlich sein.

Falls Du nach der Lektüre der Packungsbeilage noch Fragen hast, wende Dich an Deinen Hausarzt. Um trotzdem eine grobe Richtlinie für die Dosierung aufzuzeigen: verschiedene Studienergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Patienten, die medizinische Cannabisblüten verwenden, 1 bis 3 Gramm pro Tag benötigen.  Wie bei vielen anderen Arzneimitteln, ist bei der erstmaligen Einnahme eine kleinere Dosierung zu empfehlen. In der nachfolgenden Tabelle ist eine konkrete Übersicht über das Arzneimittel sowie die Dosierungsempfehlung zu finden.

Arzneimittel Anfangsdosis/Tag Tagesdosen
Cannabisblüten 0,05 bis 0,1 g bis 3 g
Dronabinol 1,7 bis 2,5 mg bis 30 mg
Nabilon 1 mg bis 6 mg
Cannabisextrakt 1 Sprühstoß (= 2,7 mg THC und 2,5 mg CBD) bis 12 Sprühstöße

18)Information for Health Care Professionals: Cannabis (marihuana, marijuana) and the cannabinoids, Health Canada, 2013

Was muss ich bei der Einnahme von Marihuana-Produkten beachten?

Medizinisches Marihuana kannst du

  • rauchen
  • mit einem Vaporizer einatmen
  • essen, zum Beispiel als Cookie oder
  • tröpfchenweise über den Mund einnehmen

Es ist Deine Entscheidung, was Du letztendlich präferierst. Nur ein Hinweis von unserer Seite: 

Das Rauchen ist vermutlich die schädlichste Variante, da oft Tabak beigemischt wird. Außerdem entstehen beim Rauchen krebserregende Verbrennungsprodukte.

Welche Nebenwirkungen könnten CBD/THC verursachen?

Zu den bekannten potentiellen (kann, muss aber nicht!) Nebenwirkungen von medizinischem Marihuana gehören:

  • Depressionen
  • Halluzinationen
  • Niedriger Blutdruck
  • Schwindelgefühl
  • Schneller Herzschlag
  • rote oder gereizte Augen

Es kann auch unter Umständen die kognitiven Fähigkeiten sowie die Koordination beeinträchtigen, was zu Unfällen und Verletzungen führen kann.  Einer der Gründe warum Cannabis mit einem höheren THC-Gehalt in Deutschland verboten wurde, ist eine mögliche Fehlentwicklung im Gehirn bei Teenagern im Falle eines exzessiven Konsums. So kann Marihuana den IQ und die geistige Funktion in dieser Altersgruppe nachhaltig beeinträchtigen.

Cannabis als Medizin auch im Alter?

Auch auf diesem Spezialgebiet ist mehr Forschung dringend notwendig, obwohl die Anwendung auch in der Altersgruppe ab 60 Jahren rasant wächst.  Eine Studie zu medizinischem Cannabis bei älteren Patienten belegt, es sei gut verträglich und biete signifikante symptomatische Vorteile.

Die Studienteilnehmer, die im Alter von 81 Jahren waren, erlebten eine Linderung bei chronischen Schmerzen, Schlaf, Neuropathie und Angstzuständen. 19)Medical Marijuana and Older Adults Judy George, Contributing Writer, MedPage Today, 2019 Allerdings muss man darauf hinweisen, dass die Komponente THC psychoaktiv und das alternde Gehirn sich anfälliger für Psychopharmaka zeigt. Hierauf sollte man gegebenenfalls bei der Auswahl des Medikamentes achten.

Unser Fazit

Wir befinden uns in einem Übergang zwischen einer Epoche, in der Marihuana als Droge verteufelt wurde, hin zu einem offeneren Umgang mit der Heilpflanze Hanf, die schließlich über viele Jahrhunderte in den verschiedensten Kulturen medizinisch genutzt wurde. Heutzutage werden naturgemäß (wissenschaftliche) Belege in anderem Ausmaß gefordert.

Hier hinkt die Forschung noch hinterher, da medizinische Studien zu CBD und Cannabis oft lange Zeiträume betrachten um auch langfristige mögliche Schäden auszuschließen. Obwohl es bei sachgemäßer Anwendung und der Auswahl eines passenden und qualitativ hochwertigen Cannabis-Produkt zu keinen Problemen kommen dürfte, liegt es auch an Dir selbst, ob Du zu CBD- oder THC-haltigen Arzneien greifst, für die es viele positive Studien gibt.

Hier findest du zuverlässige Hersteller, bei denen du garantiert 100% sauberes und hoch qualitatives CBD kaufen kannst.  Wichtig ist: Bleib informiert und bilde Dir weiterhin Deine eigene Meinung!

Thomas Harmeier

Meine große Leidenschaft gilt der Cannabis-Pflanze. Ich selbst habe von den vielen positiven Effekten die Marihuana mit sich brigt bereits stark profitiert. Mir hat die Pflanze Lebensqualität gespendet und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. → Mehr über den Author



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